Marburg erhält Anzeigetafel für Straßenverkehr

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (v. l.) und Harald Schröder (Fachdienstleiter Straßenverkehr) nehmen von Klaus Schnitzky, Vorsitzender der Verkehrswacht Marburg-Biedenkopf, ein Dialog-Display entgegen. Das zeigt Autofahrer/innen, die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, ein Lächeln. (Foto: Patricia Grähling, Stadt Marburg)

Marburg. Losglück hatte die Stadt Marburg bei einer Verlosung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, der Landesverkehrswacht Hessen und dem ADAC Hessen-Thüringen. Die haben im Rahmen der Aktion „Ein Lächeln für die Verkehrssicherheit“ rund 50 sogenannte Dialog-Displays verschenkt. Diese zeigen ein lachendes Gesicht, wenn Autofahrer/innen sich an die Verkehrsgeschwindigkeit halten – ansonsten blinkt ein trauriges Gesicht auf.

Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält, der sieht ein grünes, freundliches Gesicht. Wer zu schnell fährt, der sieht Rot: Auf dem Display erscheint ein Gesicht mit nach unten gezogenen Mundwinkeln. Das soll Autofahrerinnen und Autofahrer insbesondere in sensiblen Verkehrsbereichen – beispielsweise vor Schulen – darauf aufmerksam machen, wenn sie zu schnell unterwegs sind. Ein solches Dialog-Display hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies nun von Klaus Schnitzky, Vorsitzender der Verkehrswacht Marburg-Biedenkopf, bekommen.

„Viele Unfälle passieren innerorts und häufig ist zu schnelles Fahren die Ursache dafür, dass Menschen verletzt werden“, sagte OB Spies bei der Übergabe des Geschenks im Wert von rund 4500 Euro. Es sei daher wichtig, die Menschen dafür zu sensibilisieren, verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilzunehmen. „Ein solches Dialog-Display ist eine hervorragende Möglichkeit, um den Autofahrerinnen und Autofahrern eine direkte Rückmeldung zu geben: Sie sehen sofort, wenn sie zu schnell fahren“, so Spies.

Eine Studie der Unfallforscher der Versicherer belegt die Wirksamkeit einer solchen direkten Rückmeldung an die Verkehrsteilnehmer/innen: „Beim Einsatz von Dialog-Displays werden dauerhaft 50 Prozent weniger Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit festgestellt“, zitiert Schnitzky die Studie. Daher haben Verkehrswacht, Ministerium und ADAC die Initiative übernommen und rund 50 solcher Displays für hessische Kommunen zur Verfügung gestellt. „Da sich mehr als 50 Städte und Gemeinden um ein solches Display beworben haben, haben wir das Los entscheiden lassen“, so Schnitzky. Ausgelost wurde dabei unter allen Kommunen, die bei der Aktion im vergangenen Jahr kein Display gewonnen haben. Dabei hatte Marburg diesmal Glück und eine der Anzeigentafeln gewonnen, die ihren ersten Einsatzort an der Sophie-von-Brabant-Schule hat.

„Die Anzeigetafel werden wir an verschiedenen Orten in der Stadt einsetzen“, sagte Harald Schröder, Fachdienstleiter Straßenverkehr. Die Stadt Marburg hat bereits vier solcher Displays im Einsatz, vier weitere werden derzeit beschafft – sie sind an festen Standorten angebracht. Außerdem hat die Stadt drei Tafeln, die die gefahrene Geschwindigkeit anzeigen. Diese wechseln regelmäßig den Standort. Nach etwa einer Woche muss der Akku neu geladen werden. In diesem Zuge werden die Displays dann auch an eine neue Stelle gehängt. Das Dialog-Display, das die Stadt nun gewonnen hat, kann für einen längeren Zeitraum an einem Ort angebracht werden, da es solarbetrieben ist.